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 Als Reaktion auf diese neue sogenannt wissenschaftliche Medizin hat die bis dahin bestehende Natur- und Erfahrungsheilkunde eine Neuorientierung vollzogen. Mit dem Anliegen, die Natur in ihren Heilbestrebungen zu verstehen, nachzuahmen und zu unterstützen hat sich die neu aufstrebende Naturheilkunde verschiedene Quellen zu eigen gemacht, beispielsweise Antike und mittelalterliche Texte der Erfahrungsheilkunde von Hippokrates, Galenos von Pergamon, Paracelsus und Hildegard von Bingen.

Unterschiedliche Erklärungsmodelle aus jüngeren (u.a. auch naturwissenschaftlichen) Forschungen versuchen Erkenntnisse der traditionellen Naturheilkunde in moderner Weise neu zu formulieren und zu erklären.

So stellt die Traditionelle europäische Naturheilkunde heute aus historischen, politischen und wirtschaftlichen Gründen kein zusammenhängendes Medizinsystem mehr dar. Anstatt ihren verdienten Platz neben der offiziellen Schulmedizin einzunehmen, versucht sie krampfhaft ihre Identität und ihren eigenen Standort in der heutigen Zeit zu finden.

 

 

 



Die Humoralmedizin  

In der griechischen Antike entwickelte sich durch die genaue Beobachtung der lebenswichtigen Naturprozesse als tragendes Erklärungsmodell die Lehre von den vier Elementen und daraus die Vier-Säfte-Lehre (Humoralmedizin). Dieses Konzept vermochte erstmals die Zusammensetzung des menschlichen Körpers, sein Funktionieren und Erkranken durch das Zusammenwirken von vier Säften Blut, Gelbgalle, Schwarzgalle und Schleim zu erklären. Diese Wirkprinzipien beeinflussten überdies den Konstitutionstypus
und die Anfälligkeit eines Menschen, als auch die Art und Weise der Therapie und der verordneten Heilmittel.

Der humoralmedizinische Arzt besass auf dieser Basis ein passendes Diagnose- und Therapiekonzept. Demensprechend war er bestrebt, die im Körper enthaltenen Säfteprinzipien in richtiger Mischung zu halten und allfällige Säfteungleichgewichte zu korrigieren.

Hippokrates (460-377 v. Chr.) und Galen (129-199 n.Chr.) gelten als wichtige Begründer dieses Modells und verfassten dazu unzählige medizinische Schriften, welche bis weit in die Neuzeit hinein die abendländische Medizin bestimmten.



 

Beispiele traditioneller Diagnosemöglichkeiten:  

  • Inspektion, Anamnese,
  • körperliche Untersuchung
  • Augendiagnose
  • Pulsdiagnose
  • Anlitzdiagnose
  • Harnschau

 

Beispiele traditioneller Therapieverfahren:

  • Bewegung
  • Pflanzenheilkunde, Spagyrik, Homöopathie
  • Hydrotherapie, Wickel
  • Ernährung
  • Massage und andere manuelle Techniken wie
     Fussreflex und Lymphdrainage
  • Ausleitungsverfahren  u.a.

 

Zusätzliche Behandlungsformen:  

  • Bioresonanz
  • Atemtherapie
  • Mediation
  • Astrologie
  • Magnetresonanz


Die Stärke der vergangenen Heiltradition, wie sie über so viele Jahrhunderte Bestand hatte, war eine gesamtheitliche Sicht, die verschiedenste Aspekte zu vereinen vermochte: Chemie, Botanik, Philosophie, Religion, Mythologie, Astrologie u.v.m.

Eine Vielzahl unterschiedlicher natürlicher Heilverfahren kann die Heilung des Patienten fördern und die Schulmedizin sinnvoll ergänzen.