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Die Anwendung

Die naturwissenschaftliche Medizin richtet den forschenden Blick primär auf die Heilung von Symptomen, den Krankheitsverlauf, den erfassbaren Ablauf des Krankheitsprozesses. Die Tibetische Medizin hingegen richtet den Blick stärker auf die Ursachen von Krankheiten, d.h. sie berücksichtigt in hohem Masse den Menschen und seine Umwelt. Sie berücksichtigt die Tatsache, dass der Mensch in eine Umgebung eingebettet ist, die ihn beeinflusst und umgekehrt.

Die verschiedenen Methoden der Diagnose  

Der Grundsatz der tibetischen Medizin ist das Ungleichgewicht der Körperenergien. Bleibt dieses Ungleichgewicht über lange Zeit bestehen, können leichte, später sogar schwere Beschwerden beim Menschen auftreten. Das Gleichgewicht der Körperenergien ist über den Puls, auf der Zunge und im Urin erkennbar. Die erste und wichtigste Therapie besteht in der Veränderung der Denk- und Lebensweise und der Ernährung, während die Anwendung von Arzneimitteln an zweiter Stelle kommt.

Die Diagnostik in der Tibetischen Medizin soll über das Ungleichgewicht der drei Körperenergien Aufschluss geben. Durch Beobachtung ermittelt der Arzt am Patienten äußere Zeichen der Störung. Dazu wird vor allem die Zungen- und Urindiagnostik verwendet. Die Erfassung der Vorgeschichte und des derzeitigen Zustandes durch Befragung zeigt auf, wie der Körper in den Zustand des Krankseins geraten ist, und was die Ursachen der Krankheit sind. Die anschliessende Tastung der Pulsqualität ist die Königsdisziplin der Tibetischen Medizin. Die Pulsdiagnose wurde von Tibetischen Ärzten bis zur höchsten Fertigkeit gesteigert. Sie können durch Tastung der Pulsqualitäten Rückschlüsse auf Störungen oder Disharmonien der drei Körperprinzipien ziehen.

Die verschiedene Therapiemethoden  

Die richtige Ernährung basiert auf die Vorbeugung und Heilung der Symptome und das innere und äussere Gleichgewicht zu wahren oder wiederherzustellen. Gesundheit wird als ein Zustand der Ausgewogenheit definiert. Somit ist die erste Heilmethode die richtige Ernährung. Da die Nahrungsmittel die Körperenergien durch ihre elementare Zusammensetzung direkt beeinflussen, kann man über die richtige Ernährung gezielte Vorbeugungsmedizin betreiben.  

Die zweitwichtigste Heilmethode ist das richtige Verhalten oder die richtige Denkweise. Aus der buddhistischer Sicht liegt hier die Kernursache aller Krankheiten. Begierde und Anhaftung, Wut und Hass, sowie die Unwissenheit und Ignoranz, werden mit spezifischen Krankheitsmustern in Verbindung gebracht, sie führen zu einem Ungleichgewicht der Elemente und der drei Körperenergien.  

Der dritte Schritt eines tibetischen Arztes ist die Einnahme von Medikamenten in Form von Kräuterpillen, die überwiegend aus Pflanzenbestandteilen bestehen. All diese Kräuterpillen sind in der Schweiz leider nicht erlaubt.

Zusätzliche Behandlungsmethoden  

In der Schweiz werden die Behandlungsmethoden Ku Nye (äussere Behandlung) in Form von Schröpfen, Aderlass, Akupunktur, Massagen und Akupressur, Bäder, Räucherungen, Stocktherapie, Mantra Healing, Chakra Healing mit Klangschalen, heissen Steinen, Kältetherapie, Moxibustion, Horme sowie die Vermittlung von Gebeten zur therapeutischen Massnahme (Dharma Medizin) und Lu Jong (tibetisches Heilyoga), angewendet und haben einen grossen Anklang gefunden. Dank den guten Kontakt und Zusammenarbeit mit den verschiedenen tibetischen Ärzten im Ausland, ist ein gut ausgebildeter dipl. tibetischer Masseur / Therapeut in der Lage bei den Kunden in vielen Fällen zu helfen.

Erfreulicherweise können diverse tibetische Rezepturen dank der Padma AG in diversen Drogerien oder Apotheken des Kantons Appenzell Ausserrhoden direkt bezogen werden (siehe unter www.padma.ch/produkte/weitere-produkte-ch/apothekendrogerien-appenzell-a-rh.html). Die Padma AG ist in Europa bestrebt anhand traditionellen überlieferten tibetischen Rezepturen und den schweizerischen Herstellungsvorschriften, Tibetische Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel herzustellen. Somit haben die Dipl. Masseure und Therapeuten der Tibetischen Medizin in der Schweiz die Möglichkeit, gewisse Krankheitsbilder mit diesen erhältlichen tibetischen Rezepturen, zu behandeln und evtl. Linderung hervorzubringen.

Mehr Infos erhalten sie direkt unter www.padma.ch oder bei einem persönlichen Gespräch in meiner Praxis. Der Dokumentarfilm „Tibetisch Heilen im Himmalaya“ zeigt die Arbeit eines Amcis (Tibetischer Arzt) wunder schön und verständlich auf.